Eine halbe Million leere Kabinen: Europas Fahrermangel ist strukturell

Jeder Betrieb kennt es: Der Lkw ist bereit, die Ladung gebucht, der Sitz leer. Laut IRU sind weltweit rund 2,9 Mio. Fahrerstellen unbesetzt – etwa 11 %. Europa ist besonders betroffen: rund 502.000 offene Stellen, 13 %.

Der demografische Motor

Das ist kein Lohnstreit, der vorbeigeht. Rund 660.000 europäische Fahrer gehen bis 2030 in Rente, junge Einsteiger bleiben rar. Die Lücke ist der strukturelle Kern.

Warum die Sitze leer bleiben

  • Einstiegskosten: Führerschein und Qualifikation kosten Tausende.
  • Bedingungen: Wochen fern von zu Hause, Mangel an sicheren Stellplätzen.
  • Image: die unflexibelste Arbeit für eine flexibilitätsgewohnte Generation.
  • Demografie: der Anteil unter 25 bleibt einstellig.

Was wirklich hilft

Wettbewerbsfähig zahlen, aber mit Planbarkeit punkten (garantierte Heimzeit), in gute Lkw investieren, Anlagen und Routenplanung als Bindungsfrage behandeln und Pipelines bauen: Ausbildung, Führerscheinförderung, echtes Onboarding.

Und Automatisierung?

Autonome Lkw übernehmen irgendwann Fernverkehr – aber Serienreife ist Jahre entfernt. Auf Roboter zu setzen ist keine Strategie.

Quellen: IRU, trans.info

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