Reifenmanagement: das Programm, das aus Kosten Ersparnis macht

Nach Kraftstoff und Fahrern gehören Reifen zu den größten laufenden Kosten einer Flotte — und zu den am besten beeinflussbaren. Der Unterschied zwischen einer Flotte, die Reifen managt, und einer, die sie nur ersetzt, zeigt sich direkt im Ergebnis.

Die Grundlagen

  • Druckdisziplin: die Gewohnheit mit dem höchsten Ertrag. Unterdruck verschwendet Kraftstoff, kocht Karkassen und ruiniert die Runderneuerbarkeit — kalt messen, wöchentlich, jede Position inklusive Auflieger.
  • Verschleiß lesen: Muster decken Achs-, Fahrwerks- und Druckfehler früh auf — unser Verschleißmuster-Ratgeber ist die Diagnose.
  • Zwillinge abstimmen nach Durchmesser und Druck, damit sie nicht gegeneinander arbeiten.
  • Der richtige Reifen für Achse und Einsatz — Lenk-, Antriebs- und Aufliegerpositionen haben verschiedene Aufgaben.

Die Runderneuerungs-Ökonomie

Eine hochwertige Karkasse ist ein Vermögenswert, der zwei oder drei Laufflächenleben tragen kann. Richtig gemanagt — Drücke gehalten, Schäden früh erkannt — kostet die Runderneuerung eigener Karkassen einen Bruchteil neuer Reifen und ist in gut geführten Flotten Standard, kein Kompromiss. Vernachlässigte Karkassen, platt oder überfahren, sind Schrott; disziplinierte sind Geld.

Daraus ein Programm machen

  • Reifenleben nach Position, Achse und Fahrzeug verfolgen, nicht als Sammelkosten.
  • Eine Verschrottungspolitik setzen und durchsetzen, die Karkassen für die Runderneuerung schützt.
  • Einen konstanten Lieferanten oder Reifenmanagement-Vertrag zur Karkassenverfolgung nutzen.
  • Reifenzustand in die tägliche Abfahrtskontrolle neben der Radsicherung aufnehmen.

Richtig gemacht ist Reifenmanagement einer der seltenen Flottenhebel, der Kraftstoff, Sicherheit und Kosten gleichzeitig verbessert.

Titelbild: Matty Ring via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

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