Toyota steigt bei Daimler und Volvo ins Wasserstoff-Lkw-Projekt ein

Die größten Wasserstoff-Befürworter haben sich zusammengeschlossen. Toyota wird gleichberechtigter Gesellschafter bei Cellcentric, dem bereits von Daimler Truck und Volvo Group gehaltenen Brennstoffzellen-Joint-Venture — damit stehen drei der weltgrößten Nutzfahrzeughersteller hinter einem einzigen Brennstoffzellen-Vorhaben.

Was angekündigt wurde

  • Toyota, Daimler Truck und Volvo Group als gleichberechtigte Partner bei Cellcentric, mit gebündelter Brennstoffzellen-Entwicklung im großen Maßstab.
  • Mercedes-Benz NextGenH2 Truck: eine Kleinserie von rund 100 Einheiten, gebaut in Wörth und ab Ende 2026 bei Kunden im Einsatz, mit einem Flüssigwasserstoff-Standard (sLH2), der in 10–15 Minuten betankt.
  • Infrastruktur-Druck: die Partner fordern weiterhin rund 1.000 Schwerlast-Wasserstofftankstellen in Europa bis 2030, mit neuen Korridorprojekten nahe großer Häfen und Städte.

Warum das zählt

Brennstoffzellen versprechen seit Langem dieselähnliche Reichweite und Betankung für die schwersten, längsten Touren — die Nische, die wir in unserer Wasserstoff-gegen-Batterie-Analyse untersuchen. Die Ressourcen dreier Hersteller zu bündeln ist ein Eingeständnis, dass kein einzelner Hersteller die Kosten- und Infrastrukturlast des Wasserstoffs allein tragen kann.

Der Realitätscheck

Die Zeitpläne sind wiederholt verrutscht, und die Tankabdeckung bleibt der begrenzende Faktor — Europa und die USA zählen Wasserstoff-Lkw-Tankstellen noch in Dutzenden, nicht in den nötigen Tausenden. Batterie-Lkw gewinnen derweil weiter die Depot- und Regionalsegmente. Der Moment des Wasserstoffs, wenn er kommt, ist später und schmaler als der frühe Hype nahelegte — doch mit Toyota an Bord verschwindet er nicht.

Quellen: Daimler Truck, Electric Cars Report

Titelbild: Celestinesucess via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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