Elektro-Lkw und Elektrobusse betreiben: Wartung, Garantie, Schulung, Fahren
Was die Servicelisten der Hersteller, Batteriegarantien, Regeln zur Hochvolt-Qualifikation, Rekuperationsstufen und Rettungsunterlagen über den Betrieb von Elektro-Lkw und Elektrobussen sagen.

Der Betrieb eines Elektro-Lkw oder Elektrobusses umfasst sieben Themen, die diese Seite der Reihe nach so behandelt, wie Hersteller und öffentliche Stellen sie formulieren: Wartung, Batteriegarantie, wer am Hochvoltsystem arbeiten darf, Fahren und Fahrerschulung, Rekuperation bei der Jahresprüfung in Großbritannien, Depotladen und Rettungsunterlagen. Jeder Hersteller definiert seine eigenen Begriffe und Einheiten (eine Batteriegarantie wird zum Beispiel in Monaten, Jahren, Kilometern, Ladezyklen, Energieeinsatz oder als Schwelle für den Gesundheitszustand angegeben), deshalb stellt die Seite jede Aussage neben ihre Quelle und bringt keine davon in eine Rangfolge. Diese Reihe beschreibt das Fahrzeug und seinen Betrieb, nicht seine Reparatur. Fehlerdiagnose, Demontage und Verfahren zum Teiletausch stehen hier nicht.
Die Quellen sind Vertragslisten, Bedingungen, Produktblätter, Webseiten und Pressemitteilungen der Hersteller, eine deutsche Handreichung der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), das Inspektionshandbuch für schwere Lkw (HGV) der Driver and Vehicle Standards Agency (DVSA), das Institute of the Motor Industry (IMI) und zwei EU-Richtlinien, zum Führerschein und zur Fahrerqualifikation, alle am 29. September 2026 gelesen. Keine unabhängige Messung von Brems- oder Reifenverschleiß oder des Gesundheitszustands der Batterie wurde geöffnet, deshalb bleibt eine Aussage über ein Fahrzeug bei dem Hersteller, der sie gemacht hat. Zitate stehen im Wortlaut der jeweiligen Quelle, englische Quellen also auf Englisch; Übersetzungen ins Deutsche sind unsere.
Wartung: was die Servicelisten nennen
Die Seite Service Contracts von Volvo Trucks, die kein Datum trägt, führt getrennte Listen für Lkw mit Diesel- und Gasantrieb und für Elektro-Lkw. Nach unserer Zählung hat die Blue-Liste für Elektro-Lkw zehn Posten unter „Maintenance & checks“ und die Blue-Liste für Diesel und Gas sieben. Die Elektroliste hat keinen Posten „Engine oil change“, „Belt & tensioner replacement“ oder „Particulate filter (DPF)“; alle drei nennt die Liste für Diesel und Gas. Beide Gold-Listen nennen unter „Wear & tear components“ die Posten „Brake discs“ und „Brake pads“.
Volvos FAQ zu Elektro-Lkw, die nach eigener Angabe, sofern nichts anderes gesagt ist, die Frontlenker-Modelle FH Aero, FH, FM, FMX, FM Low Entry, FE und FL meint, sagt: „The maintenance intervals are roughly the same, but servicing is different than servicing a traditional driveline.“ Die eTGX-Seite von MAN sagt: „The average use of new MAN eTrucks can be less maintenance and wear-intensive than diesel vehicles – this depends very much on use.“ Keine der beiden Aussagen nennt eine Zahl.
Die britischen Bedingungen von Scania für die Reparatur und Wartung batterieelektrischer Fahrzeuge (Veröffentlichungsdatum 14. Dezember 2023, dem Recht von England und Wales unterliegend) definieren „Flexible Maintenance Services“ als Fahrzeugwartung, „that is not periodical as set out in a Vehicle-specific plan or schedule at the time of Vehicle delivery“, und definieren „Maintenance“ gesondert als die Wartung eines Fahrzeugs „according to its individualised program of scheduled maintenance“. Zu den Bestandteilen, die, sofern die Parteien nicht schriftlich etwas anderes vereinbaren, nicht zu den Leistungen gehören, zählen „battery charging (of any kind)“ (Klausel 4.3.2) sowie Reparatur, Erneuerung oder Austausch einer Antriebsbatterie oder eines Managementsystems „due to capacity loss caused by natural degradation“ (Klausel 4.3.3).
Batteriegarantien: wie jeder Hersteller sie formuliert
Die Tabelle führt alphabetisch nach Hersteller und innerhalb eines Herstellers mit der neuesten Mitteilung zuerst auf, wie jedes Dokument seine Batterieaussage formuliert. Sie ist keine Rangfolge.
| Hersteller und Fahrzeug | Dokument | Was es sagt |
|---|---|---|
| DAF, XG Electric und XG⁺ Electric | Infoblatt zum XG Electric (ohne gedrucktes Datum); Pressemitteilung vom 13. Januar 2026 | Infoblatt (XG Electric): DAF gibt an: „guaranteeing 70% State of Health over 8 years or 4 MWh/kWh of energy use“, und sagt, dies entspreche 4.000 Ladezyklen. Mitteilung: Zu den LFP-Batterien heißt es, sie „come with an eight-year warranty“. |
| Daimler Buses, NMC4-Batterie für die eCitaro-Baureihe | Mitteilungen vom 24. Februar 2026 und 25. März 2025 | Februar 2026: „guarantees a 10-year lifespan for the new NMC4 batteries and additionally offers optional customer-specific coverage of up to 15 years“. März 2025: „to guarantee a service life of eight years for the new NMC4 batteries“ und „to offer an optional extended warranty with a term of twelve years“. |
| MAN, eTrucks | Übersichtsseite von MAN zu Elektro-Lkw (ohne Datum) | „a forecasted effective useful life of up to 1.6 million kilometres or up to 13 years (depending on the type of use)“ für die Batterien: eine Prognose, keine Garantie. |
| Mercedes-Benz, eActros 600 | Produktblatt zum eActros 600, GB-Ausgabe (ohne gedrucktes Datum) | Wortlaut: „factory-direct guarantee covers the entire vehicle, the ePowertrain and the high-voltage batteries“. Fußnote: „Entire vehicle (max. 12 months with unlimited mileage), the ePowertrain (max. 36 months or 360,000 km) and the high-voltage batteries (max. 72 months or 720,000 km or 1,800 charging cycles). For ePowertrain and high-voltage batteries, whichever is reached first. A warranty case for the high-voltage batteries occurs if the state of health falls below 80% under the specified conditions for the high-voltage batteries.“ |
| Renault Trucks, E-Tech T 780, T 585 und T 540 | Mitteilung vom 15. September 2026 | „All three models carry a standard battery warranty for up to six years or 720,000 km, extendable to 10 years via the Serenity Pack.“ |
| Renault Trucks, Elektro-Lkw für den Fernverkehr | Mitteilung vom 18. November 2025 | „Renault Trucks guarantees their performance up to 8 years or 1 million kilometres (as part of a subscription to the Serenity Pack offer).“ |
| Volvo, Elektro-Lkw | FAQ von Volvo zu Elektro-Lkw, Batterien und Laden (ohne Datum) | Zum Volvo Service Contract für Elektro-Lkw: „The contract also guarantees the battery function beyond the two-year driveline guarantee that comes with the truck.“ |
Die Einheiten unterscheiden sich (die von DAF ist „MWh/kWh“, und die Schwellen für den Gesundheitszustand liegen in der Fußnote von Mercedes-Benz bei 80 % und im Infoblatt von DAF bei 70 %). Die Angaben von Renault Trucks sind in der einen Mitteilung an eine Standardgarantie und in der anderen an ein Abonnement geknüpft, Volvos Batterieaussage beruht auf einem Servicevertrag, und die Angabe von MAN ist eine Prognose. Einzelheiten zu einzelnen Fahrzeugen stehen in eActros 600 erklärt und auf den Modellseiten DAF XG Electric, Renault Trucks E-Tech T und Mercedes-Benz Citaro.
Hochvoltarbeiten: wer was darf
Die DGUV Information 209-093 (Ausgabe August 2021) ist eine deutsche Handreichung, herausgegeben von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Kooperation mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Sie ist keine EU-Vorschrift, und diese Seite dehnt sie nicht auf andere Länder aus. Unter den Landfahrzeugen, die sie erfasst, führt sie „Personen- und Lastkraftwagen, Omnibusse“ auf, und sie nimmt Arbeiten an „spurgeführten Fahrzeugen (z. B. Bahnen, Oberleitungsbussen)“ aus, also an spurgeführten Fahrzeugen wie Bahnen und Oberleitungsbussen. Für Serienfahrzeuge legt sie vier Stufen fest:
- S, „Sensibilisierte Person“, für „Bedienen von Fahrzeugen“, das nach der Schrift „das Anschließen an Ladeeinrichtungen und das Nachfüllen von Betriebsstoffen“ beinhaltet.
- 1S, „Fachkundig unterwiesene Person“, für „Allgemeine Arbeiten“, „die nicht unmittelbar das HV-System betreffen“, nach einer Unterweisung von „mindestens 2 UE“ (Unterrichtseinheiten).
- 2S, „Fachkundige Person (FHV)“. Die Schrift sagt, Arbeiten an Hochvoltsystemen im spannungsfreien Zustand dürften nur von solchen Personen oder „unter Leitung und Aufsicht einer FHV“ ausgeführt werden. Sie nennt drei Einstiege: mindestens 80 UE für Einstieg A (davon mindestens 8 Praxis), mindestens 16 UE für Einstieg B (davon mindestens 8 Praxis) und für Einstieg C eine individuell ermittelte Dauer mit mindestens 8 UE Praxis. Die Fachkunde ist durch eine Prüfung nachzuweisen und zu dokumentieren.
- 3S, „Fachkundige Person für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Komponenten“, also für Arbeiten an Hochvolt-Komponenten unter Spannung. Zu den Voraussetzungen gehören mindestens eine Qualifikation 2S, ein Alter von mindestens 18 Jahren, ein abgeschlossener Erste-Hilfe-Lehrgang einschließlich Herz-Lungen-Wiederbelebung (9 Unterrichtseinheiten) und „mindestens einjährige praktische berufliche Erfahrung im KFZ- oder Elektrobereich“. Die Schulung umfasst mindestens 24 UE, davon mindestens 16 Praxis.
Eine UE (Unterrichtseinheit) „entspricht einer Zeitdauer von 45 Minuten“.
Das Institute of the Motor Industry (IMI) beschreibt IMI TechSafe als „a recognition of skills, qualification achievements and a commitment to CPD within the IMI Professional Register“, erlangt über eine „opt-in request“ und „retained through successful completion of specific CPD requirements over a three year CPD cycle“. Am 2. Juni 2026 schrieb das IMI, es „is calling on the government for IMI TechSafe to be mandated across four key areas of the automotive sector“, einer davon „electric vehicles, where high-voltage safety and battery health are essential“; nach unserer Lesart heißt das, dass IMI TechSafe heute nicht verpflichtend ist.
Volvos FAQ zur Sicherheit von Elektro-Lkw sagt, es sei eine Werkstattrolle eingeführt worden, die es nur bei Elektro-Lkw gebe, und die Person in dieser Rolle „is responsible for performing decommissioning and commissioning, and for ensuring safe conditions for other technicians to perform work on the truck“.
Fahren: Rekuperationsstufen und Fahrerschulung
Zwei Hersteller beschreiben ihre Einstellungen der Rekuperationsbremse in unterschiedlichen Begriffen. Die Mitteilung von Daimler Truck vom 10. Oktober 2023 zum eActros 600 sagt, „the driver can choose between five different recuperation levels“, und weiter: „Recuperation puts less strain on the brakes of the eActros 600, which is a positive side effect.“ Das Infoblatt zum DAF XG Electric sagt zu seinem One Pedal Drive: „The maximum amount of available braking power has three levels: 33%, 67%, or 100% of the maximum motor power, and can be manually adjusted using the right-hand stalk.“ Die Stufenzahlen sind jeweils die des Herstellers und werden hier weder umgerechnet noch verglichen. Wie die UN-Regelung Nr. 13 die Rekuperationsbremsung behandelt, steht in Retarder und Motorbremse.
DAF bietet Fahrerschulungen an: Seine Driver Academy „provides driver training that covers charging, range, regenerative braking and other key points when driving an electric truck“, sagt DAF.
Die Richtlinie (EU) 2025/2205 über den Führerschein (Amtsblatt, 5. November 2025) führt Themen auf, zu denen die theoretische Prüfung für alle Fahrzeugklassen Fragen stellen soll, darunter „Kenntnisse über Sicherheitsaspekte im Zusammenhang mit Fahrzeugen mit alternativem Antrieb“ und „Aufladen elektrischer Fahrzeuge“, „wobei der Inhalt und die Form der Fragen dem Ermessen jedes Mitgliedstaats überlassen bleiben“. Nach Artikel 29 Absatz 1 erlassen und veröffentlichen die Mitgliedstaaten „bis zum 26. November 2028 die Rechts- und Verwaltungsvorschriften, die erforderlich sind, um dieser Richtlinie nachzukommen“, und sie wenden „diese Vorschriften ab dem 26. November 2029“ an. Der Zeitplan und die Buskategorien stehen in Busführerschein: Klassen und Mindestalter. Die Driver CPC ist ein anderes Instrument (siehe Berufskraftfahrerqualifikation erklärt): Nach unserer Lesart der kodifizierten Richtlinie, der Richtlinie (EU) 2022/2561, enthält ihr Anhang I keinen Punkt, der sich eigens auf Elektrofahrzeuge bezieht, da das Wort „elektrisch“ im Text nicht vorkommt (unsere Suche). Nationale Lehrpläne wurden nicht geöffnet.
Rekuperation bei der Jahresprüfung in Großbritannien
Die DVSA veröffentlicht ihr HGV-Inspektionshandbuch auf GOV.UK, wo auf der Seite „Applies to England, Scotland and Wales“ steht; die hier verwendete Ausgabe ist die „from 1 April 2026“. Das Handbuch sagt von sich, es „is not a legal interpretation of Regulations“; was folgt, ist also das, was das Handbuch der DVSA den Prüfern sagt, keine Aussage des Rechts.
Abschnitt IM58, „Additional Braking Devices“, sagt über Hybrid- und Elektrofahrzeuge: „where the power train equipment acts as a regenerative brake, the unit(s) should be inspected as if it is an additional braking device. This should be marked on the technical record.“ Abschnitt IM71, „Service Brake Performance“, sagt: „If the regenerative system cannot be disconnected from the service brake, a decelerometer brake test is required. If the regenerative system can be disconnected and the vehicle control system allows a roller brake test this must be carried out.“ Er fügt hinzu: „Brake testing HEVs and EVs with a regenerative brake system must be appropriately charged (appropriately in this context, means the warning light is not illuminated).“ Der EU-Rahmen für die wiederkehrende Prüfung steht in Hauptuntersuchung und Straßenkontrollen; nichts auf dieser Seite dehnt das Handbuch der DVSA darauf aus.
Depotladen und Vorkonditionierung
Volvos FAQ zu Batterien und Laden, die kein Datum trägt, gibt eine Erwartung wieder statt eines Befunds: „Initially we believe that the majority of trucks will be charged at the customer’s home base overnight.“ Die Mitteilung von Renault Trucks vom 18. November 2025 sagt, mit seiner Driver App könnten Fahrer „monitor charging status and remotely prepare their vehicle (pre-conditioning of the cab and batteries)“.
Bei Bussen beschreibt eine Mitteilung von Daimler Truck vom 18. November 2024 den Service Omniplus Battery Monitoring so, dass er erkennt, „when a bus is parked with fully charged batteries for an extended period of time“, und empfiehlt, „not charging them fully until shortly before the next scheduled journey start in order to preserve the battery“. Eine zweite Mitteilung desselben Tages, zu den eMobility Days, sagt zur neuen NMC4-Batterie: „The battery’s longer service life is achieved thanks to more gentle charging, with a maximum charging capacity of 150 kW, as well as regular rapid charging processes, with a charging capacity of up to 300 kW.“ Das sind Aussagen des Herstellers über seine eigenen Busse und Batterien. Die Ladewege des eCitaro stehen in Stadtbusantriebe.
Rettungskarten und Rettungsleitfäden
Volvos FAQ zur Sicherheit von Elektro-Lkw, die kein Datum trägt, sagt: „information documents compliant with ISO 17840 have been created for all our electric models. These documents are available in over 25 languages, on vehicleinfo.volvotrucks.com and in the app Emergency Response Guides for Android and iOS tablets.“
Die Sicherheitsseite von Renault Trucks zum E-Tech T und C hat nach unserer Zählung 16 Sprach- und Länderabschnitte. Ihr englischer Abschnitt listet einen „Emergency response guide Renault Trucks E-Tech T & C“ und für Rettungskräfte „Product information on electric trucks“ für die Sattelzugmaschinen- und die Solo-Version. Der englische Leitfaden hat acht Seiten, jede mit dem Vermerk „Version number 07/2023“. Seine nummerierten Überschriften umfassen „1. Identification / recognition“, „6. In case of fire“, „7. In case of submersion“ und „8. Towing / transportation / storage“; die Schritte darunter werden auf dieser Seite nicht wiedergegeben.
Bei Bussen sagt eine Mitteilung von Daimler Truck vom 2. Oktober 2025 zu den digitalen Services von Omniplus über die Hochvoltbatterie: Wenn deren Temperatur und andere Parameter „unexpectedly exceed certain limit values, the horn and hazard warning lights are switched on in the vehicle“, dann sei die Warnung „transmitted to the Omniplus On portal“, und „a telephone number previously stored by the customer is called“.
Verwandte Seiten auf dieser Website: Elektro-Lkw erklärt, Elektrobusse erklärt, Stadtbusantriebe und eActros 600 erklärt.
Kurz beantwortet
- Brauchen Elektro-Lkw weniger Wartung als Diesel-Lkw?
- Nach unserer Zählung hat Volvos elektrische Blue-Serviceliste zehn Posten gegenüber sieben auf der Blue-Liste für Diesel und Gas, und sie hat keinen Posten „Engine oil change“, „Belt & tensioner replacement“ oder „Particulate filter (DPF)“; alle drei nennt die Liste für Diesel und Gas. Volvos FAQ zu Elektro-Lkw sagt „The maintenance intervals are roughly the same, but servicing is different than servicing a traditional driveline“, und MAN sagt, der durchschnittliche Einsatz neuer MAN eTrucks „can be less maintenance and wear-intensive than diesel vehicles – this depends very much on use“. Keine der beiden Aussagen nennt eine Zahl, und ein unabhängiger Vergleich wurde nicht geöffnet.
- Wie lang ist die Batteriegarantie bei einem Elektro-Lkw?
- Für die Hochvoltbatterien des eActros 600 nennt das Produktblatt von Mercedes-Benz höchstens 72 Monate oder 720.000 km oder 1.800 Ladezyklen, je nachdem, was zuerst erreicht wird, mit einem Garantiefall, wenn der Gesundheitszustand unter den festgelegten Bedingungen unter 80 % fällt. Die Mitteilung von Renault Trucks vom 15. September 2026 gibt dem E-Tech T 780, T 585 und T 540 eine Standard-Batteriegarantie von bis zu sechs Jahren oder 720.000 km, verlängerbar auf 10 Jahre über das Serenity Pack, und im Infoblatt zum DAF XG Electric heißt es von DAF: „guaranteeing 70% State of Health over 8 years or 4 MWh/kWh of energy use“. Die Hersteller formulieren das in unterschiedlichen Einheiten, und die Angaben werden hier ohne Rangfolge aufgeführt.
- Wer darf am Hochvoltsystem eines Elektro-Lkw oder Elektrobusses arbeiten?
- Die deutsche Handreichung DGUV Information 209-093 (Ausgabe August 2021) legt für Serienfahrzeuge vier Stufen fest, und Arbeiten an Hochvoltsystemen im spannungsfreien Zustand dürfen nur von Personen der Stufe 2S oder unter deren Leitung und Aufsicht ausgeführt werden; ihr Einstieg A umfasst mindestens 80 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten, davon mindestens 8 praktische, mit Prüfung und Dokumentation. Das ist eine deutsche Handreichung, keine EU-Vorschrift. Das Institute of the Motor Industry beschreibt IMI TechSafe als „a recognition of skills, qualification achievements and a commitment to CPD within the IMI Professional Register“ und forderte die Regierung am 2. Juni 2026 auf, es verpflichtend zu machen, was nach unserer Lesart bedeutet, dass IMI TechSafe heute nicht verpflichtend ist.
- Wie wird die Rekuperationsbremse bei der Jahresprüfung in Großbritannien geprüft?
- In der Ausgabe des HGV-Inspektionshandbuchs der DVSA ab dem 1. April 2026, die in England, Schottland und Wales gilt, sagt Abschnitt IM58, dass die Einheit, wenn die Antriebsstrangausrüstung als Rekuperationsbremse wirkt, „the unit(s) should be inspected as if it is an additional braking device“, und dass dies im technical record vermerkt werden sollte. Abschnitt IM71 sagt für den Fall, dass sich das Rekuperationssystem nicht von der Betriebsbremse trennen lässt: „a decelerometer brake test is required“, und für den Fall, dass es sich trennen lässt und das Fahrzeugsteuersystem eine Rollenbremsprüfung zulässt: „this must be carried out“. Er fügt hinzu, dass die Bremsprüfung von HEVs und EVs mit Rekuperationsbremssystem „must be appropriately charged (appropriately in this context, means the warning light is not illuminated)“. Das Handbuch sagt von sich, es „is not a legal interpretation of Regulations“.
- Was sagen die Mitteilungen von Daimler Buses zum Laden eines Elektrobusses, um die Batterie zu schonen?
- Daimler Buses sagt, die längere Lebensdauer seiner neuen NMC4-Batterie „is achieved thanks to more gentle charging, with a maximum charging capacity of 150 kW, as well as regular rapid charging processes, with a charging capacity of up to 300 kW“ (Mitteilung vom 18. November 2024). Eine Mitteilung desselben Tages beschreibt den Service Omniplus Battery Monitoring so, dass er erkennt, „when a bus is parked with fully charged batteries for an extended period of time“, und empfiehlt, „not charging them fully until shortly before the next scheduled journey start in order to preserve the battery“. Beides sind Aussagen des Herstellers über seine eigenen Busse und Batterien.
- Wo finden Rettungsdienste Informationen zu einem Elektro-Lkw?
- Volvo sagt, für alle seine Elektromodelle seien Informationsdokumente nach ISO 17840 erstellt worden, verfügbar in über 25 Sprachen auf vehicleinfo.volvotrucks.com und in einer App Emergency Response Guides für Android- und iOS-Tablets. Renault Trucks veröffentlicht einen Emergency Response Guide und für Rettungskräfte Produktinformationen zu Elektro-Lkw für die Sattelzugmaschinen- und die Solo-Version des E-Tech T und C, auf einer Sicherheitsseite mit nach unserer Zählung 16 Sprach- und Länderabschnitten.
Modelle in diesem Artikel
Quellen
- Service contracts — lists for diesel and gas-powered trucks and for electric trucks — Volvo Trucks
- FAQ: Products and services — electric trucks — Volvo Trucks
- FAQ: Batteries and charging — electric trucks — Volvo Trucks
- FAQ: Safety — electric trucks — Volvo Trucks
- The MAN eTGX — maintenance and repair of the battery — MAN Truck & Bus
- MAN electric trucks: model overview — MAN Truck & Bus
- Repair and Maintenance for Battery Electric Vehicles — General Terms (UK market; publication date 14 December 2023) — Scania, 14 Dec 2023
- The new eActros 600 — product sheet — Mercedes-Benz Trucks
- Mercedes-Benz Trucks celebrates world premiere of the battery electric long-haul truck eActros 600 — Daimler Truck, 10 Oct 2023
- Two premieres and a complete electric portfolio: Renault Trucks takes the stage at IAA Transportation 2026 — Renault Trucks, 15 Sept 2026
- A range of 600 km: Renault Trucks unveils its long-distance electric trucks — Renault Trucks, 18 Nov 2025
- DAF introduces XG and XG⁺ Electric — DAF Trucks N.V., 13 Jan 2026
- DAF XG Electric — infosheet — DAF Trucks
- e-Mobility — DAF Driver Academy and MultiSupport service plans — DAF Trucks
- Daimler Buses presents eCitaro K and eMobility Services at mobility move 2025 in Berlin — Daimler Truck, 25 Mar 2025
- Daimler Buses presents the Mercedes-Benz eCitaro with new NMC4 battery and eMobility services at mobility move 2026 in Berlin — Daimler Truck, 24 Feb 2026
- Daimler Buses is presenting its latest vehicle developments, battery solutions and services for electric bus fleets at the eMobility Days — Daimler Truck, 18 Nov 2024
- Omniplus: New digital services for electric buses — Daimler Truck, 18 Nov 2024
- Omniplus: Digital services for greater safety and efficiency — Daimler Truck, 2 Oct 2025
- DGUV Information 209-093: Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen (edition August 2021) — Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
- What is IMI TechSafe and why should it be mandated — Institute of the Motor Industry (IMI), 2 Jun 2026
- IMI TechSafe — Institute of the Motor Industry (IMI)
- MOT inspection manual: HGVs — Driver and Vehicle Standards Agency (GOV.UK), 19 Feb 2026
- Heavy goods vehicle (HGV) inspection manual (from 1 April 2026) — sections 58 and 71 — Driver and Vehicle Standards Agency
- Safety — Renault Trucks E-Tech T & C (emergency response guides and product information for emergency services) — Renault Trucks
- Emergency response guide Renault Trucks E-Tech T & C (en-GB) — Renault Trucks
- Richtlinie (EU) 2025/2205 über den Führerschein — Anhang II Teil I Titel A Nummer 2 und Artikel 29 (ABl. L vom 5.11.2025) — Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, 22 Oct 2025
- Richtlinie (EU) 2022/2561 über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- oder Personenkraftverkehr (kodifizierter Text) — Anhang I (ABl. L 330 vom 23.12.2022) — Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, 14 Dec 2022